In seiner Radio- und TV-Sendung "Aló, Presidente" sagte Chávez gestern: "Lasst uns keinen Tag für unsere wichtigste Mission verlieren: Bereiten wir uns auf den Krieg vor und helfen wir dem Volk, sich auf den Krieg vorzubereiten, weil es die Verantwortung aller ist» und dem Militär riet er: "Wenn du Frieden willst, sei auf den Krieg vorbereitet."
Indessen wies die kolumbianische Regierung die Äusserungen Chávez' zurück und will sich an die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) und den UN-Sicherheitsrat wenden. Gleichzeitig bekräftigte die kolumbianische Regierung in Bogotá, dass man bereit sei zum Dialog unter Achtung internatioanaler Rechtsnormen.
Hintergründe für die aggressive Stimmung
Hintergrund des neuerlichen Säbelrasselns in Südamerika ist vermutlich ein kürzlich unterzeichnetes Militärabkommen zwischen Kolumbien und den USA, das bis zu 800 US-Soldaten und 600 Zivilisten in den kommenden zehn Jahren den Zugang zu sieben Armee-Stützpunkten in Kolumbien gewährt. Begründet wurde dieses Abkommen mit der Notwendigkeit für den Kampf gegen die Drogenkriminalität, in Caracas hingegen wird die Vereinbarung als gezielte Aggression gesehen, die aus Kolumbien eine "Yankee-Kolonie" gemacht habe.
(sdf / dpa)

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