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6. Januar 2010, 14:32 Uhr
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Religion

Christenverfolgung in Nordkorea am stärksten ausgeprägt

In keinem anderem Land ist die Christenverfolgung so schlimm wie in Nordkorea. Nach Angaben des internationalen Missions- und Hilfwerks Open Doors werden Christen in dem kommunistischen Land am unerbittlichsten unterdrückt und verfolgt.
Christenverfolgung in Nordkorea am stärksten ausgeprägt
Christenverfolgung in Nordkorea am stärksten ausgeprägt
Quelle: ddp/Torsten Silz
Auf dem neuen "Weltverfolgungsindex", den die Kirchenorganisation Open Doors am Mittwoch veröffentlichte, stehen neben Nordkorea auch der Iran, Saudi-Arabien, Afghansitan und Jemen ganz weit oben. Nordkorea führt die Liste der Christenverfolgung bereits zum achten Mal an.

Kriterien für den "Weltverfolgungsindex" sind unter anderem Gesetzgebung, Handhabung der Glaubensfreiheit, Möglichkeit für Christen Kirchen und Gottesdienste zu besuchen und bekanntgewordene Fälle von Gewalttaten bis zu gezielten Morden. Nach diesen Einstufungen steht Nordkorea mit 90,5 Punkten an der Spitze des Verfolgungsindexes, gefolgt vom Iran mit 67 Punkten.

Christenverfolgung in Nordkorea am heftigsten

Christen von Untergrundgemeinden werden in Nordkorea laut Open Doors mit Verhaftungen, Arbeitslagerstrafen für die gesamte Familie oder Hinrichtungen oder gar mit Hinrichtungen bestraft. Nach Schätzungen gehören etwa 200.000 Menschen zu christlichen Untergrundgemeinden. Derzeit sollen etwa 70.000 nordkoreanische Christen in Arbeitslagern gefangen gehalten werden.

Die schlimmste Christenverfolgung ist in acht von zehn Ländern, wo der Islam als vorherrschende Religion ausgeübt wird. Insgesamt sind in 50 Ländern rund 100 Millionen Christen schweren Verfolgungen und Diskriminierungen aufgrund ihres Glaubens ausgesetzt. Open Doors appellierte an Christen in der aller Welt den unterdrückten Glaubensgeschwistern beizustehen und sich an der Initiative "Bete für Nordkorea" zu beteiligen. (bha / dpa)
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