Nachdem der Mitgründer Jerry Yang zurückgetreten ist, hat der Internet-Konzern nun eine neue Chefin. Carol Bartz wird seine Nachfolgerin. Sie kommt zwar nicht aus der Internetbranche, gilt aber als erfahrene Managerin der Computer- und Softwareindustrie. Bis zum Jahr 2006 stand sie 14 Jahre an der Spitze des Industriesoftware-Entwicklers Autodesk.
Yang übernahm den Führungsposten bei Yahoo! vor etwa eineinhalb Jahren und versprach damals, den Konzern aus der Krise zu führen. Aber die Aktien brachen in den vergangenen Monaten stark ein. Microsoft bot im letzten Jahr weit über 30 Dollar pro Yahoo-Aktie. Insgesamt lag das Angebot damit bei 45 Milliarden Dollar. Zur Zeit sind die Papiere gerade 12 Dollar wert.
Die Ablehnung Yangs zu einer Übernahme von Yahoo! durch Microsoft, hatten mehrere Grossaktionäre scharf kritisiert. Yang bleibt Yahoo! jedoch erhalten und übernimmt wieder den Posten als eine Art Chef-Berater. Die als sein Nachfolger gehandelte Präsidentin Sue Decker verlässt hingegen den Konzern.
Experten bewerten die Zukunft des Unternehmens als ungewiss.
Microsoft soll auch jetzt noch an einem Geschäft mit Yahoo! interessiert sein, strebt allerdings nur einen Teilkauf des Suchmaschinengeschäftes an. Dieses soll mit der eigenen Online-Suche zusammengelegt werden, um so dem Marktführer Google Konkurrenz zu bieten. Spekuliert wird auch immer wieder über eine Kooperation von Yahoo! mit der angeschlagenen Internet-Sparte AOL aus dem US-Medienkonzern Time Warner.
(NCA / dpa)

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