
Bundesliga-Schiedsrichter für Chip im Ball
Quelle: ddp / Juergen Schwarz
Dabei zeigen sich die Schiedsrichter durchaus als Befürworter solcher Mittel. Aber weder die FIFA noch die UEFA zeigen sich dazu bereit. Nach dem 0:0 seines FC Schalke gegen Freiburg liess Felix Magath seinem Unmut über ein nicht gegebenes Wembley-Tor seines Abwehrchefs Bordon freien Lauf: "So lange Amateure über Profis bestimmen, müssen wir damit leben". Damit löste Magath wieder eine diskussion darüber aus, ob technische Hilfsmittel zur Vermeidung von Fehlentscheidungen im Fussball in Zukunft angewandt werden sollten.
DFB-Schiedsrichter für Chip im Ball
DFB-Lehrwart Eugen Striegel sagte nun stellvertretend für die Schiedsrichter der Bundesliga gegenüber der dpa, dass die Referees den Chip im Ball gerne sehen würden, sofern das System zu 100 Prozent funktioniere. Sogar Schiedsrichter Jochen Drees, der am Samstag das Tor Bordons nicht gegeben hatte, sprach sich im "kicker" für einen Chip im Ball aus.
Keine Spielunterbrechung durch Chip
Strigel wies darauf hin, dass nur der Chip im Ball strittige Situationen zweifelsfrei klären könne. Auch die Torkamera liefere nicht so eindeutige Ergebnisse wie der Chip. Ein weiterer Vorteil sei, dass mit dem Chip im Ball das Spiel im Gegensatz zum einsatz von Torrichtern und Kameras nicht unterbrochen werden müsse. Auf einer Art Uhr würde bei voller Umdrehung des Balles hinter der Torlinie der Schiedsrichter sofort den Schriftzug "Goal" sehen.
FIFA und UEFA bisher gegn technische Hilfsmittel
Doch bisher zeigen sich weder die FIFA, die in dieser Frage die Entscheidungskompetenz hat, noch die UEFA bereit, technische Hilfsmittel im Fussball einzusetzen. UEFA-Präsident Michel Platini hatte vor kurzem erst angekündigt, dass die UEFA lieber mehr Schiedsrichter-Assistenten einsetzen wolle. In der Europa League wird seit dieser Saison bereits der vierte Schiedsrichter ausprobiert.
(lax / dpa)

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