Die Meinungsumfrage von Emnid im Auftrag der "Bild am Sonntag" zum Thema Atomausstieg hat zum Teil überraschende Ergebnisse zu Tage gefördert. Neben dem Aspekt, das lediglich 36 Prozent der Bundesbürger davon ausgehen, dass man in naher Zukunft ohne Atomenergie auskommen werden, messen 57 Prozent dem Thema keine Relevanz im Wahlkampf bei. Wiederum eine schlechte Nachricht für die SPD, die sich den Atomausstieg als eines der zentralen Themen auf die Fahnen geheftet hat.
Störfall im Atomkraftwerk Krümmelrückt das Thema in den Fokus
Dennoch lässt sich wenige Monate vor der Bundestagswahl nicht abstreiten, dass nach dem Störfall im Atomkraftwerk Krümmel die Atompolitik wieder verstärkt in den Fokus geraten ist. So attackierten sich die politischen Parteien am Wochenende gegenseitig. Die CDU/CSU warnte vor einer unsicheren Stromversorgung ohne Atomenergie, wohingegen die SPD auf die Sicherheitsrisiken hinwies. "Ich begreife wirklich nicht, warum die CDU Kernkraft zur Öko-Energie des 21. Jahrhunderts erklärt und sich derart zum Sprachrohr der Atomlobby macht." meinte SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier in der "Welt am Sonntag". Diesen Frontalangriff auf die CDU-Politik unterstützt SPD-Chef Müntefering im Magazin "Der Spiegel". "Die Union verharmlost und will den Atomkonsens wieder aufkündigen."
(riw / dpa)

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