
Zwischen zwei Menschen kann viel stehen!
Quelle: dapd/Michael Urban
Wandervögler entstehen durch Mutterliebe!
Die Autorin verfolgt die provokante Theorie, dass viele Wandervögler in einer weiblich geprägten Umwelt aufgewachsen seien. Umgeben von ihrer Mutter, diversen Tanten, Kindergärtnerinnen und Lehrerinnen, die den Jungen niemals ernsthafte Grenzen setzten, sondern sie verzögen, verhätschelten und im Zweifelsfall alles verziehen. Reife und verantwortungsbewusste Männer, die als Vorbild fungieren könnten, gebe es im direkten Umfeld vieler männlicher Jugendlicher nicht, da diese meist voll im Berufsleben aufgehen, um ihre Familie zu ernähren.
Aus diesen Halbstarken werden erwachsene Männer, die nicht über die Konsequenzen ihrer Handlung nachdächten, sondern stets ihren Bedürfnissen folgten in der Annahme, es werde ihnen schon verziehen. Sie tauschen ihre Mutter einfach gegen eine Ehefrau aus.
Kommt diese aber hinter den Seitensprung und tätschelt ihm nicht mit den Augen rollend liebevoll über den Kopf, sondern zieht die Konsequenzen, sind die Männer oft am Boden zerstört und stehen diesem für sie neuartigem Verhaltensmuster hilflos gegenüber.
Die Autorin diagnostiziert ihnen mangelndes Einfühlungsvermögen und ein geringes Selbstbewusstsein, was viele mit einer Affäre kompensierten.
Catherine Herriger: "Wandervögler-Warum Männer unbedachter fremdgehen", Kösel, 2011, 17,99 Euro, ISBN: 978-3466308989
(leo / dapd)

Keine Kommentare
Drucken
Versenden


zum Bildarchiv




mehr Schlagzeilen





Kommentar schreiben