Schauspielerin Mia Farrow sagte heute vor dem Kriegsverbrecher-Tribunal für Sierra Leone in Den Haag aus. Liberias ehemaligem Präsidenten ist angeklagt, mitverantwortlich zu sein für Massenmorde, Folterungen, Vergewaltigungen, sexuelle Versklavungen und die Zwangsrekrutierung von Kindern als Soldaten während des Bürgerkrieges in Sierra Leone Ende der 90er Jahre. Charles Taylor Verstrickungen sollen unter anderem durch den Besitz von sogenannten Blutdiamanten bewiesen werden. Mit diesen soll er sich von Rebellen für illegale Waffenlieferungen bezahlt haben lassen.
Campbell kannte Herkunft der Diamanten von Anfang an
Vergangene Woche gab Topmodel Naomi Campbell zu Diamanten erhalten zu haben, nach einer Dinnerparty auf der auch Charles Taylor war. Sie sagte jedoch aus, dass sie nicht gewusst habe, wer ihr die Diamanten nachts auf ihr Hotelzimmer kommen liess. Dieser Aussage widersprach Mia Farrow heute entschieden. Sie gab an, dass Naomi Campbell von Anfang an gewusst haben, dass ihr der afrikanische Diktator Charles Taylor die Diamanten zugesandt hatte. Mia Farrow verwies darauf, dass das Model im September 1997, nachdem ihm von unbekannten Männern ein Diamantengeschenk überbracht worden sei, am Frühstückstisch gesagt hat, die Boten seien "von Charles Taylor geschickt worden". Die Anklage erhofft sich durch die Aussage von Mia Farrow, ihre Anschuldigungen gegen Charles Taylor erhärten zu können. (bpc / dpa)

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