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Berliner Theaterjahr beginnt mit „Dantons Tod“

3. Januar 2012 • Kultur

Das Theaterjahr 2012 wird von Claus Peymann mit Georg Büchners Revolutionsdrama „Dantons Tod“ eröffnet. Das Stück feiert am Dienstagabend am Berliner Ensemble Premiere. Seines Zeichens selbst ein 68er, hofft Regisseur Peymann immer noch auf die Revolution.Im Interview mit der „Berliner Zeitung“ schwärmte Claus Peymann am Dienstag von der „Super-Guillotine“, die in dem von ihm erstmals inszenierten Büchner-Drama verwendet wird. „Natürlich keine echte, klar“, sagte der 74-jährige Regisseur, der sich selbst als „ein vorsintflutliches Mammut, das immer noch auf die Revolution hofft“, bezeichnet.

Warum dieses Stück?

Dantons Tod ist ein Drama in dessen Verlauf das Erzbild des Revolutionärs von der Französischen Revolution selbst zerstört wird. Auf die Frage ob er das Stück ausgewählt habe wegen seines Bezugs zu den Vorgängen des Arabischen Frühlings antwortet Peymann, dass die Frage der Revolution ihn immer beschäftige, er zähle sich selbst und die gesamte 68er-Generation zu den gescheiterten Revolutionären. „Wir wollten ja alle eine Veränderung einer bundesdeutschen Gesellschaft. Die einen haben sich auf die Seite der Regierung geschlagen, und ich bin in die Kunst geflüchtet“.

Premiere am 3. Januar

Das 1902 in Berlin uraufgeführte Drama feiert am 3. Januar um 19.30 Uhr Premiere am Berliner Ensemble.

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