Aufgrund der Entwicklungen der zurückliegenden Jahre war man bei der Polizei eigentlich davon ausgegangen, dass es auch im Jahr 2009 zu weniger Krawallen kommt. Dennoch entwickelten sich die Auseinandersetzungen vollkommen gegensätzlich und die Ausschreitungen erreichten einen höheren Grad, insbesondere im Berliner Bezirk Kreuzberg waren die Zusammenstösse zwischen Randalierern und Polizisten besonders heftig.
6.000 Polizisten in Berlin im Einsatz
Wie aus dem Polizeibericht hervor geht, attackierten die Randalierer, vorwiegend Linksautonome und junge Ausländer, die Sicherheitskräfte mit Flaschen und Steinen. Zudem wurden mindestens zwei Brandsätze mit Benzin auf die Beamten geschleudert, die wiederum mit Tränengas, Schlagstöcken und Pfefferspray gegen dagegen vorgehen. Nach ersten Schätzungen gab es in Berlin mehr als 200 Festnahmen sowie zahlreiche Verletzte auf beiden Seiten. Einige Strassenzüge in der Hauptstadt boten ein Bild der Verwüstung. Da sogar Fussgängerwegplatten zum Werfen herausgerissen wurden, erinnern manche Strasse an kriegsähnliche Zustände. Der U-Bahnhof Kottbusser Tor musste zwischenzeitlich geschlossen werden.
Hamburger Schanzenviertel Zentrum der Gewalt
In Hamburg war das Schanzenviertel in der zweiten Nacht in Folge Zentrum der Randale. Auch hier kam es zu schweren Auseinandersetzungen zwischen Linksautonomen und der Polizei, wobei 20 Randalierer vorläufig festgenommen wurden. Über Stunden hinweg wurden die Beamten mit Flaschen und Steinen attackiert, sogar ein Auto wurde in Brand gesetzt. Gegen 3 Uhr in der Nacht beruhigt sich die Lage in Hamburg. (riw / dpa)

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