Der demokratische US-Präsidentschaftskandidat wird gegen 10 Uhr in Berlin landen. Dort wird er sich zunächst mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) treffen. Für den Nachmittag ist ein Empfang bei Bürgermeister Klaus Wowereit vorgesehen. Gegen 19 Uhr wird er schließlich an der Siegessäule vor Berliner Bürgern und Besuchern eine Rede halten. Dabei soll es vor allem um seine außenpolitischen Positionen gehen.
Was er genau sagen wird ist zwar nicht bekannt, kann aber durchaus erahnt werden. Der frühere US-Botschafter in Deutschland, John Kornblum, geht davon aus, dass sich der US-Senator für ein stärkeres internationales Engagement Europas aussprechen wird. In dem "Müncher Merkur sagte der Diplomat: "Er wird nicht akzeptieren, dass allein die USA für alles bezahlen sollen. Das ist eine Message, die Obama von Berlin aus transportieren möchte - auch nach Amerika." Karsten Voigt, der Zuständige der Bundesregierung für die deutsche-amerikanische Zusammenarbeit, glaubt zwar dass sich die transatlantischen Beziehungen durch Obama grundsätzlich verbessern würden, weist aber darauf hin, dass ein US-Präsident vor allem bei wirtschaftlichen Fragen in erster Linie die Interessen Amerikas vertritt.
In Berlin wird Obama im Hotel "Adlon" übernachten und am nächsten Tag weiter nach Paris fliegen. Rund 700 Polizeibeamte werden im Rahmen seines Besuches im Einsatz sein. (pav / dpa)

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