Für das Rückspiel in Villarreal hat sich die Werkself eine dicke Hypothek aufgebürdet. Die drei Auswärtstreffer von Rossi (42.) und Stürmer-Phänomen Nilmar (70.,90.) lassen die Spanier recht konkret vom Viertelfinale träumen.
1:1 zur Pause - Leverkusen überlegen
Die bis dato in der Europa League ungeschlagenen Leverkusener spielten überlegen und technisch ansehnlich, waren aber beim letzten Pass oft genug zu unpräzise. Man schoss zwar unentwegt aufs Tor, gab sich aber damit zufrieden, es bei Versuchen zu belassen. Michael Kadlec brachte die Werkself nach 33 Minuten mit einem strammen Schuss in Führung und die Bayer-Welt schien in bester Ordnung, bis Rossi kurz vor der Pause steil geschickt wurde und frei vor Adler stehend den Ausgleich besorgte.
Nilmar bringt Villareal in Führung
Die Leverkusener wirkten vom Ausgleich nicht wirklich geschockt, ließen weiter Ball und Gegner laufen und kamen immer wieder zu Chancen. Die Abseitsfalle der Gäste funktionierte jedoch prächtig. Man begann gerade, sich an das teils ansehnliche aber gleichsam vergebliche Leverkusener Offensivspiel zu gewöhnen, da klingelte es schon wieder im Kasen von Rene Adler. Der eingewechselte Nilmar traf in der 70. Minute.
Castro gleicht aus, Nilmar macht den Sack zu
Bayer konnte noch einmal antworten, Gonzalo Castro traf gleich im Anschluss (72.) zum 2:2-Ausgleich. Jupp Heynckes Gesichtsfarbe war im Begriff, von Dunkelrot wieder in ein zartes Rosa zu wechseln. Gut, zwei Treffer daheim kassiert, aber immerhin ein Remis, mochte er sich gedacht haben. Doch das Spiel war noch nicht vorbei. Als die Leverkusener schon mit einem Bein im Entspannungsbecken standen, setzten die Spanier einen letzten Konter, den Nilmar in der 90. Minute zum 2:3-Endstand abschloss.
Bayer vor dem Aus in der Europa League
Eine bittere Pille für Bayer Leverkusen, zumal sie über 90 Minuten nichts aus ihrer Überlegenheit machen konnten, letztlich zweimal mit klassischen Kontern vorgeführt wurden. Auf Jupp Heynckes wartet beim Rückspiel eine Mammut-Aufgabe, wenn der Einzug ins Viertelfinale doch noch möglich gemacht werden soll. Vielleicht braucht es dafür ja einen Kapitano. Der hatte gestern noch von der Tribüne zugeschaut. (phs)

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