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15. September 2008, 10:19 Uhr
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Bolivien

Aufstände in den Departementos.

Die Gewalt zwischen der Opposition und der Regierung unter Evo Morales hatte über das Wochenende  zugenommen. Inzwischen ist der bolivianische Präsident wieder im Gespräch mit seinen Opponenten.
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Krise in Bolivien. Morales steht vor großen Problemen.
Krise in Bolivien. Morales steht vor großen Problemen.
Quelle: dpa
Am Donnerstag und Freitag kam es Tumulten in Pando, einem Departemento das von der Opposition dominiert wird. Der Vize-Präsident Alvaro García Linera sprach von einem "Massaker", an welchem der Oppositionsführer der Region Leopoldo Fernández schuld sei. Morales beschuldigt Ferández einen Mörder aus Peru und Brasilien angeheuert zu haben, um Regierungstreue zu beseitigen. Nach inoffiziellen Berichten hat es 25 Tote gegeben. Fernández entgegnete dem Präsidenten, dass er die Gewalt provoziert habe.

Als Folge hat der Präsident in Pando den Ausnahmezustand erklärt. Mit den Streitkräften Boliviens brachte er die Provinzhauptstadt Cobija wieder unter seine Kontrolle. Zuvor war von einem Schusswechsel mit der Opposition ausgegangen worden. Nationale Medien berichteten, dass dies aber nicht eingetreten war. Um die Alleinschuld des Oppositionsführers in Pando zu verwerfen, strengt der frühere Präsident Jorge Quiroga, der ebenfalls zu Opposition gehört, eine internationale Untersuchung zu den Geschehnissen in Pando an. Die nationale Medienvereinigung krisierte, dass sie vom Militär an der Berichterstattung in Cobija abgehalten wurden, da sie keinen Zugang erhalten haben.

Als Zeichen des guten Willens hat der starke Mann der Opposition, der Chef des Bürgerkomitees in der wohlhabenden Region Santa Cruz, Branko Marinkovic, die Aussetzung der Straßenblockaden in allen aufständischen Regionen angeordnet.

Unter der Dominanz der Opposition stehen fünf Departementos: Beni, Tarija, Santa Cruz, Chuquisaca und Pando. Hier gab es stellenweise Barrikaden und Aufstände. Die Oppostionellen wollen die Verteilung der Gelder in Bolivien zugunsten der armen Indios, wie Morales dies durchsetzen will, nicht mittragen. Sie wollen die 30 Prozent Steuern für Erdga- und Erdölforderung, die für die Rente verwendet wird, nicht bezahlen.

Bisher sind keine Resultate der Verhandlungen mit den oppositionellen Departementos Tarija und Mario Cossío bekannt geworden. Die südamerikanische Staatengemeinschaft "Unasur" trifft sich am Montag zu Beratungen über die Krise. Morales sagte inzwischen seine Teilnahme zu. (dav / dpa)
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