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Amokläufer von Afghanistan soll des 17-fachen Mordes angeklagt werden

23. März 2012 • Panorama

Nach dem Amoklauf von Kandahar droht dem mutmaßlichen Täter nach US-Medienberichten eine mehrfache Mordanklage. Dem Unteroffizier Robert Bales werde vorgeworfen, 17 Menschen getötet und sechs weitere verletzt zu haben.

Die Anklage geht damit offensichtlich von einem weiteren Opfer aus, das bisher nicht berücksichtigt wurde. Am Freitag soll offiziell Anklage erhoben werden.

Blutbad sorgte für Schock und Kritik gleichermaßen

In der südafghanischen Provinz soll der zweifache Familienvater vor knapp zwei Wochen 17 Zivilisten umgebracht haben. Unter den Opfern befanden sich nach afghanischen Angaben mehrere Kinder und Frauen. Der Amoklauf löste harte Kritik am Einsatz in Afghanistan aus und sorgte weltweit für Entrüstung. Ein öffentliches Verfahren gegen den mutmaßlichen Täter verlangte die Regierung in Kabul. Derzeit befindet sich der zweifache Familienvater in einem Militärgefängnis im US-Bundesstaat Kansas.

Die Verteidigung des Unteroffiziers übernimmt der amerikanische Anwalt John Henry Browne. Dass Alkohol und Stress die Auslöser der Tat gewesen sein sollen, wies der Verteidiger zurück. Robert Bales habe während eines früheren Irakeinsatzes eine Kopfverletzung erlitten und sei unfreiwillig nach Afghanistan geschickt worden.

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