Historische Stätte
Alter jüdischer Friedhof in Berlin-Mitte neu eröffnet
Am Mittwoch wurde im Zentrum von Berlin in der Großen Hamburger Straße der alte jüdische Friedhof wiedereröffnet.
Der orthodoxe Berliner Gemeinde-Rabbiner Yitzhak Ehrenberg betet auf dem Juedischen Friedhof an der Hamburger Strasse anlässlich der Wiedereröffnung.
Quelle: ddp/Axel Schmidt
Nach jahrzehntelanger Schliessung wurde am Mittwoch der Jüdische Friedhof in Berlin-Mitte
wieder eröffnet.
Quelle: ddp/Axel Schmidt
Die Skulptur "Jüdische Opfer des Faschismus" von Will Lammert.
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Das bereits seit 1672 als jüdische Begräbnisstätte genutzte Gelaende an der Grossen
Hamburger Strasse war während der NS-Zeit zerstört worden.
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Lala Suesskind, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, legte einen Stein auf das Grab des Berliner Philosophen Moses Mendelssohn (1729-1786).
Quelle: ddp/Axel Schmidt
In der ältesten jüdischen Ruhestätte in Berlin war unter anderem der Philosoph und Wegbereiter der jüdischen Aufklärung Moses Mendelssohn (1729-1786) beigesetzt worden. 1672 war der Friedhof errichtet und im Zweiten Weltkrieg zerstört worden. Die Fläche wurde von dem nationalsozialistischen Regime anschließend als Sammelplatz für Deportationen genutzt.
Rund ein Jahr dauerte die eine Million Euro teuere Sanierung der historischen Stätte. Bei der feierlichen Wiedereröffnung am Dienstag bezeichnete Berlins Kulturstaatssekretär André Schmitz den Friedhof als einen "bedeutenden Ort gemeinsamer jüdischer und Berliner Geschichte". Schätzungen zufolge waren insgesamt circa 12.000 jüdische Bürger dort bestattet worden. (pav / dpa)
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