Unter den verletzten befindet sich auch der deutsche ISAF-Regionalkommandeur für Nordafghanistan, General Markus Kneip, wie ein Sprecher des Einsatzführungskommandos am Samstagabend der Nachrichtenagentur dpa bestätigte. Es war zunächst von drei verletzten Deutschen die Rede gewesen, diese Zahl wurde am Sonntag auf fünf korrigiert. Es heißt, dass sich mindestens einer der Attentäter in Polizeiuniform Zutritt verschafft habe.
Insgesamt kamen sieben Menschen bei dem Attentat ums Leben. Die Taliban haben sich inzwischen zu dem Anschlag bekannt. Er richtete sich gegen ein Sicherheitstreffen in der Stadt Talokan. Erneut kamen auch Bundeswehrsoldaten durch Attentäter ums Leben, die in Uniformen die scharfen Sicherheitskontrollen umgehen konnten.
Zum ersten Mal ist ein deutscher General verwundet worden
Einer der deutschen Verwundeten ist schwer verletzt. Neben General Kneip wurde auch der Kommandeur des Bundeswehr-Lagers am Anschlagsort Talokan leicht verletzt. Die Angehörigen der Soldaten in der Heimat sind bereits benachrichtigt worden. Zum ersten Mal ist ein deutscher General in Afghanistan zu Schaden gekommen. Bisher war das ranghöchste deutsche Opfer in Afghanistan ein Oberstleutnant.
Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) hat die Bundesbürger aufgefordert, "gerade jetzt unseren Einsatz in Afghanistan zu unterstützen." Man dürfe Zweifel haben und diese sind sogar angebracht. Doch: "Wir wissen, dass wir auf dem richtigen Weg sind."
Die Zahl der insgesamt in Afghanistan ums Leben gekommenen Bundeswehrsoldaten stieg damit auf 50. 32 von ihnen kamen bei Gefechten oder Anschlägen ums Leben.
(NCA / dpa)

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