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Aborigines wehren sich: Ministerpräsidentin Juli Gillard in Bedrängnis

26. Januar 2012 • Politik

Aborigines bedrängten und beschimpften am Nationalfeiertag die Ministerpräsidentin Juli Gillard und den Oppositionsführer Tony Abbott. Auslöser war Abbots Forderung, ein Symbol der Ungleichsbehandlung der australischen Ureinwohner abreißen zu lassen. In Canberra versuchten die Aborigines, ein Restaurant zu stürmen, in dem die Ministerpräsidentin Juli Gillards und der 50-Jährige Tony Abbott saßen. Sicherheitskräfte brachten die beiden in ihren Wagen, wobei Gillard einen Schuh verlor. Sie wurde als „Rassistin“ und als „Schande“ tituliert.

Gefordert war der Abriß eines mahnenden Symbols

Ausgelöst hatte Tony Abbot die Proteste, als er forderte ein „Botschaftszelt“ der Aborigines in Canberra niederzureißen. Das „Aboriginal Tent Embassy“, welches sich in der Nähe des Parlamentsgebäudes befindet, ist seit 40 Jahren das Symbol für die Aktivisten, die auf die Unterdrückung und Ungleichbehandlung der australischen Ureinwohner hinweisen.

„Ausgerechnet am Nationalfeiertag Rassenunruhen“

ereiferte sich Michael Anderson, der Gründer des „Protestzelts“. Am „Australia Day“ wird die Ankunft der ersten europäischen Siedler in Down Under  gefeiert. Die Aborigines stellen inzwischen nur noch ca. 500000 der 23 Millionen Einwohner des Inselkontinents. Sie sind eine der schwächsten Bevölkerungsgruppen des Landes. 60% Prozent von ihnen haben keinen Mittelschlulabschluss und leben von Sozialhilfe, was weitere soziale Probleme entfacht.

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