In der Nacht zum Dienstag hatten Unbekannte durch das Anzünden von Rohren auf einem Feldweg unter der Autobahnbrücke und der daraus resultierenden Rauchentwicklung eine Massenkarambolage verursacht.
Ein Toter, sechs Verletzte nach Massenkarambolage
Der starke Rauch aus angezündeten Plastikrohren behinderte die Sicht der Autofahrer. Sieben Lastwagen und 15 PKWs krachten ineinander. Ein Polizeisprecher bestätigte am Morgen, dass bei dem Massenunfall auf einer Autobahnbrücke nahe Dormagen nach ersten Informationen sechs Menschen verletzt wurden, zwei davon schwer.
Pendlerstrecke nach Unfall gesperrt
Die A57, eine viel befahrene Pendlerstrecke im Rheinland musste nach der Massenkarambolage zwischen der Anschlussstelle Dormagen und dem Autobahnkreuz Neuss-Süd voll gesperrt werden. Wie lange die Vollsperrung andauern soll, ist gegenwärtig noch unbekannt. Am Dienstagvormittag soll mit den Bergungsarbeiten begonnen werden. Diese seien jedoch von der Stabilität der Brücke anhängig. Da die Brücke auf der der Unfall geschah, nach Anagben von Statikern, akut einsturzgefährdet ist, wird abgewogen ob sie eventuell abgerissen werden muss. Die Entscheidung soll im Laufe des Tages nach Absprache mit Experten getroffen werden. Voerst soll die Brücke gestützt werden. Mit der Bergung der Fahrzeuge wurde eine Spezialfirma betraut.
Verantwortliche für die Massenkarambolage sind unbekannt
Die Verantwortlichen, die in der Nacht zum Dienstag auf einem asphaltierten Feldweg unter der Brücke die Plastikrohre in Brand gesetzt haben, sind zu diesem Zeitpunkt unbekannt. Bereits in der Nacht wurden umfangreiche Beweise am Tatort gesichert. "Die Polizei hat Ermittlungen wegen Brandstiftung aufgenommen", heißt es in der Mitteilung der Polizei.
(kwu / dpa)

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