Im vergangenen Jahr seien rund 660.000 Menschen im Alter zwischen 65 und 74 Jahren einer geringfügigen Beschäftigung oder einem Minijob nachgegangen, schreibt die "Saarbrücker Zeitung".
Die Zahl der arbeitenden Rentner hat sich verdoppelt
Im Jahr 2000 habe die Zahl noch bei 416.000 gelegen. Dies gehe aus Zahlen des Bundesarbeitsministeriums hervor. Damit habe die Zahl von Rentnern mit kleinen Jobs um 58,6 Prozent zugenommen.
Ein Zuwachs um 55 Prozent bei der staatlichen Grundsicherung
Nach Angaben des Berichts beantragten und erhielten 400.000 Menschen im Alter über 65 Jahren 2009 die staatliche Grundsicherung im Alter - ein Zuwachs von 55 Prozent gegenüber 2003, als es nur 258.000 waren.
Ruhestand ist für die meisten Rentner Geschichte
Der Linken-Abgeordnete Matthias Birkwald, der eine kleine Anfrage zu dem Thema an die Bundesregierung gestellt hatte, erklärte gegenüber der Zeitung: "Ruhestand war gestern, malochen bis zum Tode heißt heute das Schicksal von immer mehr Rentnerinnen und Rentnern."
Eine geringe Bezahlung hat eine Altersarmut zur Folge
Eine gering vergütete Berufstätigkeit führe direkt in die Altersarmut. Birkwald forderte Konsequenzen. Man solle alle Rentenkürzungsfaktoren abschaffen, die Rente mit 67 zurücknehmen und wieder Mindestentgeltpunkte für Langzeitarbeitslose und Niedrigverdiener einführen.
(cib / dpa)

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